Mario Pichler – ehemaliger Jugendvertrauensrat bei KELAG

Was erwarten Sie von den Kollektivvertragsverhandlungen?
„Wir müssen schauen, dass wir eine Reallohnerhöhung bekommen. Im Sektor der Energieversorgung wollen wir außerdem eine sechste Urlaubswoche haben. Vor allem, damit der Job für Jugendliche attraktiv wird und bleibt.
Welche Preissteigerungen merken Ihre Beschäftigten besonders?
„Kärnten ist ein relativ weitläufiges Bundesland. Da merkt man es vor allem an den Spritpreisen, weil unsere Pendler:innen hin- und herfahren müssen. Der Ausbau der öffentlichen Verkehrsmittel ist lange noch nicht dort, wo wir ihn haben wollen. Wir merken es auch an den Lebensmittelpreisen. Der Wochenendeinkauf kostet plötzlich zwanzig oder dreißig Euro mehr.“
Was wären aus Ihrer Sicht die wichtigsten Maßnahmen gegen die Preissteigerungen?
„Wichtig ist, dass rasche Lösungen gefunden werden. Wir hören von der Regierung nur ‚ja, wir machen‘. Aber es muss gehandelt werden. Wir brauchen Steuersenkungen, damit sich die Leute ein vernünftiges Leben leisten können. Und Betriebe müssen in die Mangel genommen werden, damit sie die Leute ordentliche bezahlen.“