Das voestalpine-Werk Donawitz steht vor einer großen Herausforderung: Stahl muss bis 2050 klimaneutral produziert werden. Deshalb entwickelt das Unternehmen neue Stahlgewinnungsverfahren. Gleichzeitig will man das wirtschaftliche Herz der Region bleiben – eine Mammutaufgabe für Firma und Belegschaft.
Wie alle großen Entwicklungen ist auch die Umgestaltung zu einer klimafitten Industrie am Ende des Tages eine Verteilungsfrage. Jeder Umbruch führt zum Bruch, hat Verlierer:innen und Gewinner:innen. Das erklärt Susanne Haslinger von der PRO-GE.
Steigende Temperaturen und Hitze am Arbeitsplatz machen den Arbeitsalltag für viele Berufsgruppen zur Hölle. Abhilfe versprechen hier klarere gesetzliche Regelungen, die Arbeitgeber:innen dazu verpflichten, Arbeitsplätze klimafit zu gestalten.
Als erste Gewerkschaft weltweit verhandelte die dänische Gewerkschaft 3F einen Kollektivvertrag für digital vermittelte Reinigungskräfte. Thorkild Holmboe Hay, Chefverhandler der sogenannten „Hilfr-Vereinbarung“, sieht heute Nachjustierungsbedarf.
Der Kampf Klimaschutz versus Arbeitsplätze ist vorbei. Um den ökologischen Umbau der Wirtschaft sozial verträglich zu gestalten, haben Klima- und Gewerkschaftsbewegung Bündnisse geschmiedet.
Beschäftigte und Unternehmen können von einer Arbeitszeitverkürzung profitieren. Das geht sogar in der Bauwirtschaft, wie der oberösterreichische Elektroinstallateur Kagerer beweist.
Mit dem Verkauf der teilstaatlichen Vamed an den französischen Hedgefonds PAI wandert kritische Infrastruktur in die Hände von Investoren. Die Regierung könnte eingreifen, bleibt aber inaktiv.
Reinhold Binder, Vorsitzender der Produktionsgewerkschaft PRO-GE, im Interview über Klimaschutz als Klassenkampf und die absurden Kulturkriege um Auto, Motor und Energiepolitik.
Klimaschutz und Arbeitsplätze: Auf dem Weg zum sozial-ökologischen Umbau wird die Klimabewegung für Gewerkschaften zum zentralen Bündnispartner.